In diesem Beitrag gebe ich einen kurzen Einblick in die Technik hinter den immersiven Klangwelten von Sonora.
Ein Mikrofon, das ganze Schallfeld
Für unsere Feldaufnahmen setze ich das Soundfield SPS200 Mikrofon ein. Der entscheidende Vorteil dieses Mikrofons liegt in seiner Fähigkeit, nicht nur den Ton selbst, sondern auch dessen räumliche Dimension präzise einzufangen. Dies geschieht mittels einer Aufnahmetechnik, die sich 1. Ordnung Ambisonics nennt. Anstatt eines einfachen Stereobildes (links/rechts) zeichnet das SPS200 ein komplettes 360-Grad-Schallfeld auf. Das bedeutet, dass die Richtung der Schallquelle erhalten bleibt. Gerade bei Naturgeräuschen, welche oft ein sehr diffuses Schallfeld aufweisen, ist der Unterschied auch für Laien gut hörbar.
Von rohem Ambisonics zu deinen Kopfhörern
Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch oft erst nach der Aufnahme. Die Rohdaten der Ambisonics-Aufzeichnung müssen in einem Prozess namens Encoding und Decoding sorgfältig aufbereitet werden. Dabei wird das 360-Grad-Schallfeld so umgerechnet, dass es über Kopfhörer eine immersive, dreidimensionale Klangwelt erzeugt. Der Hörer wird dadurch akustisch direkt an den Ort der Aufnahme versetzt.
Das Ziel dieses Aufwands ist es, eine möglichst authentische und räumlich korrekte Klangkulisse zu schaffen. Diese hohe Klangtreue ist entscheidend, damit die Naturgeräusche in der Sonora-Klangbibliothek ihre volle Wirkung entfalten können – sei es zur Förderung von Konzentration, zur Entspannung oder als Einschlafhilfe.
Wer das grössere Bild möchte — Equipment, Schnittpraxis und wie die Hörforschung arbeitet — findet es unter Wie wir aufnehmen und messen. Und warum es zählt, jede Nacht dieselbe Klanglandschaft zu hören, erklärt Trainiere dein Gehirn, schneller einzuschlafen.